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Grußwort
des Ministers für Inneres und Kommunales Michael Stübgen anlässlich der Übernahme der Schirmherrschaft

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Martin-Heinze-Fonds, michael stbgen
liebe Leserinnen und Leser,

„Freund und Helfer“ ist ein gern genommenes Synonym für Polizistinnen und Polizisten. Und das sind sie auch - mehr noch: Sie sind Streitschlichter, Unfallhelfer, Wegweiser, Mahner, Lotse oder Tröster. Ihre Arbeit machen sie mit Herz und Verstand. Oft genug begeben sich Polizisten dabei in Gefahr, gehen das Risiko ein, selbst angegriffen oder verletzt zu werden. Das ist inzwischen Alltag in einem Job wie diesem. Unsere Polizistinnen und Polizisten wissen um diese Gefahren - ihr Beruf ist für sie Berufung.

Sie sind Frauen und Männer, die ihre Gesundheit und nicht zuletzt ihr Leben riskieren - für die Gemeinschaft. Damit wir alle sicher und ohne Angst leben können, sind sie Tag und Nacht für uns im Einsatz. Dafür verdienen sie unser aller Respekt und Wertschätzung. Leider aber zeichnet die Realität viel zu oft ein anderes Bild. Die Zahl der Angriffe auf Polizisten war im vergangenen Jahr so hoch wie nie zuvor. 2.162 Beamte wurden allein im Jahr 2019 im Einsatz Opfer gewalttätiger Übergriffe. Polizistinnen und Polizisten in Uniform geben dem ein Gesicht, was für manche nicht akzeptabel erscheint: In ihrer Funktion sind sie befugt, in die Rechte anderer einzugreifen und Zwang auszuüben. In einer Gesellschaft, die zunehmend aggressiver miteinander umgeht, in der ein Konflikt oft keinen echten Anlass braucht, werden sie damit auch zum Feindbild und immer öfter Opfer besinnungsloser Gewalt. Manchmal kommt es dabei zu schwersten Verletzungen oder sogar zum Tod. Wir dürfen dies niemals als Berufsrisiko abtun und gleichgültig werden gegenüber denen, die in ihrer irrationalen Wut auf alles und jeden Polizisten angreifen. Wir alle müssen uns solidarisch an die Seite unserer Polizisten und Helfer stellen, zuallererst mit einem klaren Nein zu Gewalt.

Polizeihauptmeister Martin Heinze wurde 1995 in Potsdam ermordet. Er war der erste Brandenburger Polizist, der in Ausübung seines Dienstes starb. Die Erinnerung an ihn ist lebendig. Sie zeigt sich im Foyer der Polizeiinspektion Potsdam, dort mahnt eine Gedenktafel Kollegen wie Besucher. Sie zeigt sich auch im Namen des Martin-Heinze-Fonds, einer Stiftung die sich mit außerordentlichem Engagement einer besonderen Aufgabe verschrieben hat. Die beteiligten Aktiven und Ehrenamtlichen des Martin-Heinze-Fonds unterstützen mit Zuspruch, Zuwendung und Spenden die Familien und Hinterbliebenen von im Dienst ums Leben gekommenen Polizistinnen und Polizisten. In der unerträglichsten aller Situationen, mitten in der Ohnmacht nach dem Verlust eines geliebten Menschen, bietet der Martin-Heinze-Fonds Hilfe an. Ich bin stolz darauf, diesen Fonds als Schirmherr unterstützen zu dürfen. Es ist mir eine Ehre. Ich möchte allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen für ihr Engagement in dieser guten Sache danken.

Michael Stübgen
Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg


Karl-Heinz Schröter, Innenminister von 2014 bis 2019, übermittelte dem Martin-Heinze-Fonds im Mai 2015 zur Übernahme der Schirmherrschaft die folgende Grußbotschaft:

Polizistinnen und Polizisten leisten einen unverzichtbaren Dienst an der Gemeinschaft. Sie tragen durch ihren Einsatz rund um die Uhr maßgeblich dazu bei, dass wir sicher und ohne Angst leben können. Wo Bürger in Gefahr und Not sind, erwarten sie schnelle Hilfe und professionelle Unterstützung durch die Beamten unserer Polizei. Völlig zu Recht genießt deren Arbeit in der Bevölkerung daher ein besonders hohes Ansehen, von dem manch andere Berufsgruppen nur träumen können.

Zum Berufsalltag gehört aber leider auch, dass Polizisten im Einsatz Gefahren und Risiken ausgesetzt sind. Nicht selten sind durch Angriffe gegen Polizisten Verletzte zu beklagen. Manchmal kommt es infolge solcher Taten zu bleibenden Schäden oder gar dem Verlust des Lebens. Der Martin-Heinze-Fonds erinnert schon in seiner Bezeichnung an diese besondere Gefährdung, die der Polizeiberuf mit sich bringen kann. Es ist gut, dass Polizeihauptmeister Martin Heinze, der 1995 in Potsdam ermordet wurde, nicht vergessen wird, und es ist notwendig, an sein Schicksal zu erinnern, weil der Polizeialltag seit seinem gewaltsamen Tod leider nicht friedlicher geworden ist.

Ich meine: Die Polizei hat für ihre Arbeit die volle Solidarität der Gesellschaft, und das heißt: von uns allen verdient. Das sollte schon grundsätzlich eine Selbstverständlichkeit sein. Es muss aber besonders dann gelten, wenn Beamte angegriffen werden, zu Schaden kommen oder gar im Dienst für ihre Mitbürger ihr Leben verloren haben. Sie und ihre Familien oder Hinterbliebenen dürfen dann nicht allein gelassen werden, sie haben Zuspruch, Zuwendung und Unterstützung verdient.

Genau das ist das in besonderem Maße zu begrüßende Anliegen des Martin-Heinze-Fonds. Es ist mir eine Freude, ja eine Ehre, diesen Fonds als Schirmherr unterstützen zu dürfen. Ich wünsche seinem Anliegen den verdienten Erfolg und ich danke allen beteiligten Aktiven und Ehrenamtlichen sehr herzlich für ihr Engagement für diese wahrhaft gute Sache.

Ihr

Karl-Heinz Schröter
Minister des Innern und für Kommunales
des Landes Brandenburg 2014 - 2019


Der Martin-Heinze-Fonds erinnert an die Gefährdung von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten durch Gewalttaten und ehrt unseren ermordeten Polizeihauptmeister Martin Heinze.

Der Martin-Heinze-Fonds mahnt zur Aufmerksamkeit für die Risiken des Polizeiberufs und gibt Hilfe in Notfällen.

Ich danke den Stiftern und bitte um finanzielle Unterstützung des Martin-Heinze-Fonds.

Manfred Stolpe

(zum Aufruf manfred-stolpe.de)